Praxistest deckt Optimierungspotential im Online-Lebensmittelhandel auf

Online-Supermärkten wird von Beratern und Handelsforschern ein riesiges Umsatzpotenzial vorhergesagt - bislang hat jedoch nur jeder zehnte Bundesbürger Lebensmittel im Internet erworben, besagt eine aktuelle Verbraucherumfrage der Gfk. Lediglich 40 Prozent der Verbraucher haben nach dem ersten Versuch noch ein weiteres Mal online Lebensmittel eingekauft. Die beliebtesten Produkte sind Körperpflegemittel und Kosmetikartikel (5,2 Prozent), gefolgt von Haushaltprodukten wie Haushaltsfolien und Insektiziden (3,1 Prozent). Im Lebensmittelbereich sind mit lediglich 2,1 Prozent Süßwaren die Spitzenreiter bei Online-Bestellungen.
Das Wirtschaftsmagazin „Der Handel“ hat nun mithilfe eines Praxistests verschiedene Online-Lebensmittel-Shops untersucht und attestiert dem Online-Lebensmittelhandel ein ernüchterndes Ergebnis. Der Test umfasste eine Bestellung aus frischen Produkten (Käse, Bananen, Salatkopf), sperrigen Artikeln aus dem Trockensortiment (Klopapier), Zerbrechlichem (Eier, Gurkenglas) und einer Tiefkühlpizza als Herausforderung. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Von zehn getesteten Online-Supermärkten waren lediglich zwei in der Lage, das bestellte Sortiment bundesweit zu liefern. Neben unverhältnismäßig hohen Versandkosten scheiterten die Anbieter an unvollständigen Sortimenten und regional begrenzter Lieferung. Als Sieger wurden Rewe, Amorebio und Bünting gekürt.